Gaslaterne Nr. 2 – Am TorBei dieser Gaslaterne handelt es sich um eine Rundmantellaterne mit dem so genannten großen Rundmantel des Modells Ritter auf einem verzierten gusseisernen Mast des Modells Chemnitz. Die Laterne stammt ursprünglich aus dieser Stadt, ging dort vermutlich in den 80er Jahren außer Betrieb und konnte von einem Antiquitätenhändler in der Nähe von Chemnitz erstanden werden. Die Laterne befand sich zum Erwerbszeitpunkt in einem mäßigen Zustand und wurde einer grundhaften Aufarbeitung mit Neulackierung unterzogen. Entwickelt wurde dieses Laternenmodell von der Firma Ritter in Köln in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Laterne ist heute mit einem vierflammigen Gruppenbrenner mit Dämmerungsschalter des Herstellers Firma Trapp ausgestattet. Das Besondere an dem Laternenmast ist, dass dieser mit dem früher in Greiz zahlreich vorhandenen verzierten Rundmast vom Grundmodell her identisch ist. Jedoch weist der Chemnitzer Mast keine Leitereisen auf. Das Leitereisen ist eine in den Mast eingearbeitete Querstange, die dem Laternenwärter dazu diente, seine Leiter an der Laterne einzuhängen. Ein solches Leitereisen haben die ebenfalls auf dem Gelände der EV Greiz zu sehenden Laternenmasten der Modelle Greiz, Plauen und Zwickau. Beim Chemnitzer Mast hingegen war ein Leitereisen deshalb nicht unbedingt nötig, weil der auf dem Mast sitzende Laternenbügel (auch Lyra genannt) von der Form her so ausgeführt wurde, dass dieser zwei Ösen besitzt, in die der Laternenwärter die Leiter einhängen konnte. Somit verzichteten die „Laternenmastdesigner“ auf ein Leitereisen.
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