Gaslaterne Nr. 3 – Am Zugang zum VerwaltungsgebäudeBei dieser Gaslaterne handelt es sich um eine so genannte Aufsatzleuchte mit Glasglocke des Modells Leistner auf einem verzierten gusseisernen Mast des Modells Zwickau. Die Laterne stammt ursprünglich aus dieser Stadt, ging dort um das Jahr 2000 außer Betrieb. Die Laterne befand sich zum Erwerbszeitpunkt in einem recht guten, betriebsfähigen Zustand, wurde aber dennoch einer Neulackierung unterzogen. Die Laterne ist mit einem vierflammigen Gruppenbrenner mit Dämmerungsschalter der Firma Trapp ausgestattet. Der verzierte Gussmast der Laterne wurde im 19. Jahrhundert extra für die Stadt Zwickau entwickelt. Die Aufsatzleuchte selbst wurde um 1930 von dem damals sehr bekannten Gaslaternenhersteller GRAETZIN entwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Laternenmodell von der Firma VEB Leistner Leuchtenbau Leipzig weiter produziert. Die Herstellung der Laterne wurde erst in den 70er Jahren beendet. Das Besondere an der Laterne ist, dass für den Reflektor sowie für das Laternendach der erste in Deutschland entwickelte Kunststoff „Bakelit“ verwendet wurde (ursprünglich Metall). Es befanden sich in den 60er und 70er Jahren hunderte solche Laternen in verschiedenen Städten in einem sehr schlechten technischen und optischen Zustand, in Betrieb. In Zwickau sind von diesem Laternenmodell heute noch rund 150 Exemplare in regulärem Betrieb. In Greiz gab es konkret dieses Gaslaternenmodell früher zwar nicht, jedoch standen in Greiz auch Aufsatzleuchten mit Glasglocke (Modell U 7). Diese Laternen waren in Greiz u.a. in der Carolinenstraße sowie auf dem Puschkinplatz vorhanden. Mit der Zwickauer Leistnerleuchte wird bei der EV Greiz an die Zeit der Aufsatz-Gasleuchten in Greiz erinnert.
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