Die wichtigsten Energieetiketten

Rund 500 Euro gibt ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt für den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten aus. Deswegen sollte sich ein Hauptaugenmerk bei Neuanschaffungen immer auf die Verbrauchskosten richten. Mittlerweile erleichtern verschiedene Energielabel die Kaufentscheidung:

GEEA-Label für Bürogeräte und Unterhaltungselektronik

label geeaPC, Drucker, Spielekonsole... immer mehr Geräte bereichern unseren Alltag, lassen aber auch den Stromverbrauch wachsen. Als größter Energiefresser entpuppt sich oft der Stand-by-Betrieb. Um jederzeit einschaltbereit zu sein verbrauchen Elektrogeräte auch im Ruhestand Energie. Das europäische Energielabel GEEA (Group for Energy Efficient Appliances), gibt zu den Geräten der Büro- und Unterhaltungselektronik mit besonders niedrigem Stand-by-Verbrauch eine gute Übersicht. Das Energielabel wird in Deutschland durch die Gemeinschaft Energielabel Deutschland (GED) vergeben. Die Anforderungen sind so hoch, dass nur die besten 20 bis 30 Prozent der am Markt befindlichen Geräte das Label tragen dürfen.


Energy Star für Bürogeräte

label energystarDas Energy-Star-Label stammt ursprünglich aus den USA; seit einigen Jahren gibt es auch ein europäisches Äquivalent. Bei seiner Einführung 1993 war es ein guter Indikator für die Energieeffizienz von Bürogeräten. Kritiker bemängeln heute allerdings, dass die Vergabekriterien seit langem nicht mehr den technischen Fortschritten angepasst wurden. Dadurch können heute 80 Prozent aller Bürogeräte das Label tragen, was die Aussagekraft fragwürdig macht. Deswegen sollte man besser auf das GEEA-Label achten.


Europäisches Energielabel für Haushaltsgroßgeräte

label eefhSeit 1998 müssen in Deutschland bestimmte elektrische Haushaltsgroßgeräte mit dem so genannten EU-Energielabel ausgezeichnet werden:

  • Kühl- und Gefriergeräte,
  • Waschvollautomaten,
  • Wäschetrockner,
  • Waschtrockner,
  • Geschirrspülmaschinen,
  • Elektrobacköfen,
  • Lampen
  • Raumklimageräte (seit Ende 2004).

Grundsätzlich sind Geräte der Klasse A zu empfehlen. Allerdings lohnt sich auch hier ein Vergleich des Energieverbrauchs. Denn besonders bei den Kühl- und Gefriergeräten gibt es innerhalb der A-Klasse große Unterschiede. Deswegen wurden zusätzlich die Klassen A+ und A++ für besonders effiziente Geräte eingeführt. So verbraucht zum Beispiel der A++-Gefrierschrank Siemens GS 26 P 430 bei einem Nutzinhalt von 202 Litern nur 175 kWh Strom pro Jahr während das A-Klasse-Gerät GS 26 V 420 bei einem Nutzinhalt von 200 Litern mit 266 kWh pro Jahr rund 50 Prozent mehr verbraucht.


E-CHECK – Gütesiegel für elektrische Anlagen und Geräte

label echeckDer E-CHECK ist zwar kein Energielabel, aber ein wertvolles Gütesiegel. Hierbei handelt es sich um eine Generalinspektion aller elektrischen Anlagen und Geräte, bei der eventuelle Mängel beseitigt werden. Nach der Überprüfung erhalten die Geräte eine E-CHECK-Plakette, die ausschließlich von Innungsfachbetrieben des Elektrohandwerks vergeben werden darf.

Ziel des E-CHECKS ist es einerseits die Sicherheit von Elektroanlagen zu erhöhen und andererseits den Energieverbrauch durch Aufspüren von Energielecks und durch fachmännische Energieberatung zu reduzieren.